Die Macht der Lüge: Rechtsexperte Dr. Thomas Schulte enthüllt die rechtlichen Folgen

4. Dezember 2023

Dr. Thomas Schulte - Frühstücks fernsehen

Sänger Gil Ofarim musste vor Kurzem die schmerzhaften Konsequenzen seiner langjährigen Davidstern-Lüge erleben. Neben einer 10.000 Euro Geldstrafe könnten weitere juristische Schritte folgen, die nicht nur seine Karriere, sondern auch sein Vermögen empfindlich treffen könnten. Das betroffene Hotel beziffert seinen Schaden durch Ofarims falsche Anschuldigungen auf mehrere Millionen Euro.

Reputationsrecht in Berlin: Ein Blick auf die Konsequenzen

Rechtsanwalt Thomas Schulte, ein Experte für Reputationsrecht in Berlin, wirft einen detaillierten Blick auf die rechtlichen Implikationen von falschen Anschuldigungen und Verleumdungen.

„Ist Gil Ofarim mit den 10.000 Euro Geldstrafe glimpflich davongekommen oder könnte da noch etwas nachfolgen?“, wird Dr. Thomas Schulte im Frühstücksfernsehen SAT1 gefragt. Seine Antwort verdeutlicht die Wichtigkeit der Ehre in Deutschland, die laut Juristen sogar über dem Tod steht. Theoretisch könnte das betroffene Hotel Schadenersatz fordern und somit eine Ausgleichszahlung für entgangene Buchungen und Rufschädigung erwirken.

„Ab wann beginnen eigentlich Rufschädigung und Verleumdung?“, erkundigt sich der Moderator weiter. Schulte betont zunächst die Meinungsfreiheit, die in Deutschland verfassungsrechtlich geschützt ist. Doch wenn falsche Tatsachenbehauptungen, wie im Fall Ofarim, den Ruf einer Person oder eines Unternehmens schädigen, wird die Meinungsfreiheit eingeschränkt.

Auch alltägliche Situationen wie das Verbreiten von Gerüchten in der Kaffeeküche können rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Der Unterschied zwischen einer Meinungsäußerung und Verleumdung liegt dabei in der Wahrheitswidrigkeit der Aussage. Anwaltskosten und gegebenenfalls Strafen müssen bei solchen Vergehen in Betracht gezogen werden.

Die Macht von Bewertungen

„Was ist mit schlechten Bewertungen, zum Beispiel von Hotels, Restaurants oder Ärzten? Was ist strafbar, und mit welchen Strafen muss man rechnen?“, lautet die nächste Frage. Schulte erklärt, dass im Internet verbreitete Falschinformationen ernsthafte finanzielle Folgen haben können. Beispielsweise kann das Verleumden eines Hotels mit einer Strafe von etwa 1.000 Euro belegt werden, zusätzlich zu Anwaltskosten und möglichen Schadenersatzansprüchen.

Im Zeitalter der sozialen Medien, wo Beleidigungen und falsche Anschuldigungen oft an der Tagesordnung sind, stellt sich die Frage nach der Anonymität. Schulte macht klar, dass das Internet nicht mehr als der „wilde Westen“ betrachtet wird. Die gleichen Regeln gelten online wie offline, und die Anonymität schützt nicht vor juristischen Konsequenzen.

Abschließend gibt Schulte eine Faustregel für den Umgang mit Meinungsfreiheit, sei es persönlich oder in Online-Bewertungen: „Man sollte nicht lügen und nicht beleidigen.“ Meinungsfreiheit sei zwar erwünscht, aber Unwahrheiten könnten teuer werden, unabhängig von der Prominenz einer Person.

Dr. Schulte betont, dass Ofarim mit der Geldstrafe von 10.000 Euro aus juristischer Sicht noch glimpflich davongekommen sei. Er beleuchtet die Möglichkeit einer Schadenersatzklage und betont, dass Millionenforderungen unwahrscheinlich seien. Diese lebendige Diskussion mit einem erfahrenen Rechtsanwalt verdeutlicht eindrucksvoll, wie schnell Lügen zu ernsthaften rechtlichen Konsequenzen führen können.

V.i.S.d.P.:

Dr. Thomas Schulte
Rechtsanwalt

Kontakt:

Rechtsanwaltskanzlei Dr. Thomas Schulte
Malteserstraße 170
12277 Berlin

Telefon: +49 30 221922020
E-Mail: dr.schulte@dr-schulte.de

Die Kanzlei Dr. Schulte Rechtsanwälte ist seit 1995 erfolgreich zivilrechtlich schwerpunktmäßig auf dem Gebiet des Internets-, Reputations- und Wettbewerbsrecht tätig. Sie vertritt bundesweit die Interessen einzelner Anleger. Ergänzende Absenderangaben mit dem Kanzleistandort finden Sie im Impressum auf der Internetseite www.dr-schulte.de.

Print Friendly, PDF & Email
Aktuelle Nachrichten Logo

Verpasse keine Beiträge!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Weitere Beiträge