Studentenleben: Allein in einer fremden Stadt – Herausforderungen

20. November 2021

Studentenleben: Allein in einer fremden Stadt - Herausforderungen

Mit dem Studium beginnt ein neuer Lebensabschnitt. In den meisten Fällen weg aus dem elterlichen Haushalt und rein in die freie Welt – Erfahrungsaustausch Morgan-Anne Woodward im Gespräch mit Immobilienentwickler Thomas Friese aus Oldenburg in Niedersachsen.

Nichts bleibt wie es ist – vor allem wenn man jung ist und die Welt kennen lernen möchte. In einer Aufregung von Masken, Covid-Ankündigungen und Lockdown, entschied ich mich, in Paris zu studieren. Warum den weiten Weg in eine fremde Stadt einschlagen und das ganz allein? Ja, diese Frage wird mir immer noch gestellt. Ich hatte Angst, dass ich, wenn ich zum Studieren in Großbritannien (meine Heimat) bleiben würde, nie wieder weggehen könnte, wie ich mir dies in jungen Jahren vorstellen kann. Also änderte ich meine Idee zum Studium von Biologie zu internationaler Politik und wechselte in mein zukünftiges Zuhause von Durham, eine Stadt in der Grafschaft Durham im Nordosten Englands nach Paris, der Hauptstadt Frankreichs. “Das sind weitreichende Entscheidungen im Leben eines jungen Erwachsenen und dann auch noch zu den erschwerten Bedingungen, wie in Zeiten der Covid-19 Pandemie”, fügt Thomas Friese wissend hinzu.

Wandel und Trends: Digitalisierung, demografischer Wandel und Veränderungen von Lebensstilen

In jungen Jahren neue Städte, Länder und Kulturen kennen lernen, das möchte auch der gebürtige Berliner Thomas Friese nicht missen und diese Leidenschaft ist bis heute bei dem sympathischen Immobilienexperte und Projektentwickler nicht abgeebbt. Die Studienzeit wird weltweit als “beste Zeit des Lebens” empfunden auch wenn vielfach das Phänomen der Verdrängung die Erinnerung verschönert. Studierende stehen vor großen Herausforderungen, sogar wenn sie im eigenen Land bleiben und nur die Stadt für das Studium wechseln, weiß der Vater und Immobilienentwickler Thomas Friese. “Neben dem geeigneten Studienplatz steht die Frage der Unterkunft immer zur Diskussion: Studentenzimmer, Wohngemeinschaft, Mehrgenerationenhaus oder wenn möglich das Pendeln. Angst haben Studierende, dass sie mit Schulden ins Berufsleben starten müssen, weil ohne BAföG beispielsweise die Finanzierung nicht klappt”, so Thomas Friese.

Das Thema bezahlbare Studentenwohnheime und bedarfsgerechte Quartierslösungen spielt im langjährigen Berufsleben des Projektentwicklers eine große Rolle. “Oldenburg zählt zu den begehrten Studentenstädten in Niedersachsen. Gegenüber anderen Universitätsstädten ist die Wohnraumsituation zwar wesentlich entspannter und die Mieten sind geringer als vergleichsweise in Süddeutschland oder Großstädten wie Hamburg oder Metropolen wie Paris, trotzdem sollten Studierende so früh und schnell wie möglich sich um die Wohnungssuche auch in Oldenburg bemühen”, weiß Thomas Friese, der seit Jahrzehnten bedarfsorientierte Projekte im Immobilienmarkt begleitet. Die Umsetzung neuer Wohnformen im studentischen Bereich setzen auf optimale Nutzungsfähigkeiten und entwickelt sich zum Trend. Dazu zählen Micro-Apartments voll möbliert, durchschnittlich 20 Quadratmeter groß oder als flexible Studenten-Wohnraumlösung wie Student Housing, Temporäres Wohnen oder Quartierslösungen mit Mehrgenerationen Angeboten. “Durch die Pandemie steht die Frage im Raum, inwieweit klassische Studentenwohnheime zukunftsfähig sind, weil das Studium von Zuhause genauso möglich ist. Dieser Wandel im Immobilienmarkt, der Immobilienentwicklung und für Standortentwicklungen sind unabdingbar, gehören zur Projektentwicklung und finden global in Studentenstädten statt”, fügt Thomas Friese hinzu.

Studentenleben: Allein in einer fremden Stadt - Herausforderungen
Wohnung / Pixabay

Morgan Anne Woodward: “Das war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe”

Das mit der Verdrängung könnte auch auf mich zutreffen, denn ich empfinde schon jetzt, dass der Weg nach Paris meine beste Entscheidung aus heutiger Sicht ist. Aber für alle zukünftigen Reisenden, Studenten oder Umziehenden nach Paris – habe ich einige Tipps, die den Start vereinfachen und die Herausforderungen verkleinern könnten.

Meine Wohnungssuche

Natürlich löst die Wohnungssuche großen Stress aus. Natürlich macht die Wohnungssuche viel mehr Spaß, wenn man so tut kann, als würde man mit einem unbegrenzten Vorrat an imaginären Geld einfach eine Wohnung kaufen. Stattdessen musste ich als zukünftige Studentin mich in Paris durch all die preislich in Frage kommenden Angebote wühlen, die fast immer eine Zumutung waren: ohne Fenster im Keller, und oder ohne Backofen, verschimmelt oder auf jeden Fall feucht waren, bevor ich etwas einigermaßen Bewohnbares für mein Budget erstmal finden konnte. Dieser Fehler kann vermieden werden, denn es gibt andere Möglichkeiten an gute Wohnungen in Paris zu kommen:

Als Mitbewohner: In den ersten 6 Monaten war ich in einer Wohngemeinschaft in einem Kellerraum ohne Fenster. Meine drei Mitbewohner waren von meiner Universität, aber wir hatten uns vor meiner Ankunft in Paris noch nicht kennengelernt. Trotz des Schimmels und der fehlenden Belüftung hatten wir das Glück, in nur 30 Sekunden Fußweg vom Notre Dame entfernt zu wohnen und nur 500 Euro im Monat zu bezahlen.

Ab zum Couch-Surfen: Dann, in einer seltsamen Wendung der Ereignisse, lernte ich an der Universität und dem Umfeld immer mehr Leute kennen und fing an, in den Wohnungen meiner Freunde zum Couchsurfing. Meine Keller-Wohngemeinschaft war einfach zu dunkel und ohne Fenster während des Lockdowns eine große Herausforderung. Aus reiner Freundlichkeit meiner Freunde, aber auch aus Bequemlichkeit zog ich für einige Monate inoffiziell in die Wohnungen von verschiedenen Freunden. Das war spannend und abwechslungsreich, aber natürlich darf kein Beteiligter dadurch gestresst werden.

Über die Zimmervermietung: Mein nächster Umzug nach den Erfahrungen des Couchsurfings lief über eine Zimmervermietung. Durch Recherche und natürlich auch Glück habe ich ein Zimmer von einem Anwalt in einer luxuriösen Wohnung im Zentrum von Paris als Untermieterin gefunden. Erfahren habe ich von der Wohnung durch gute, altmodische Mund Zu Mundpropaganda. Synergien führten zu diesem Erfolg. Zum einen gebe ich Nachhilfe beim Nachwuchs, bei Abwesenheit des Wohnungsinhabers bin ich zudem Wohnungssitter und zeitgleich finden Kostenentlastungen statt. Das ist definitiv eine glückliche Fügung.

Thomas Friese fügt hinzu, dass dies zwar unkonventionelle Wohnmethoden sind, aber es zeigt, dass die Wohnungssuche oft ein spannendes Unterfangen ist und das nicht nur in Paris, sondern diese Geschichten finden sich global. Festzuhalten ist, dass Morgan Anne mutig war und deutlich macht, dass es überall Wohnungen und Wohnräume gibt, die gefunden werden möchten, dafür braucht es auf jeden Fall Abenteuerlust.

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Universität / Pixabay

Erlebnis Universität: Kleine Universität bedeutet weniger Verschiedenheiten und Abwechslung

Während meines Sommers besuchte ich sowohl die Bristol University als auch die Lancaster University in England, um meine Freunde zu besuchen. Es gab einen Teil von mir, der sich nach der Universitäts Erfahrung auf dem Campus sehnte. In Paris umfasst meine Universität nur etwa 170 Studenten. In meinem Jahrgang waren es nur 40 Studierende. Im Vergleich zu Bristol und Lancaster, die beide über 15 Tausend Studierende fassen, ist das winzig. Das bedeutet, dass an meiner Universität in Paris alle einander kennen, die gleichen Fächer studieren und eine Gemeinschaft von Englischsprechern sind, aber damit auch wesentlich weniger Abwechslung besteht. Infolge der kleinen Klassengrößen und des Mangels an unterschiedlichen Interessen sind die meisten Freunde, die ich gefunden habe außerhalb meines Universitätsleben. Während des Lockdowns hatte ich das Glück gemeinsame und persönliche Kontakte in der WG zu haben auch wenn wir uns im Keller ohne Fenster befanden, aber als große Erleichterung empfanden wir alle das Ende der Ausgangssperren. Endlich wieder Museen, Kinos, Bars und Restaurants in Paris besuchen – das ist eine tolle Gelegenheit um mit Freunden auszugehen und gleichzeitig neue Freunde kennen zu lernen.

“Das sammeln von Erfahrungen entwickelt sich zu einem unschätzbaren Schatz, der nicht in einer Truhe verschwinden sollte, sondern perfekter weise ein täglicher Begleiter im Lebensalltag ist. Studierende sammeln zahlreich Erfahrung, trotzdem kann die Geschichte mit der Wohnungssuche humorvoll betrachtet werden, aber eigentlich geht es nicht, dass Wohnungen mit Schimmel und ohne Fenster auf dem europäischen Markt sind. Bei der Europäischen Union ist das Problem Wohnraum für Studenten sowie Kindertagesstätten angekommen und verschiedene EU-Programme sollen auf den Weg gebracht werden, denn der Preisanstieg für Wohnungen ist schneller gestiegen als das der Gehälter und zehn EU-Länder haben die Alarmschwelle überschritten”, gibt Immobilienexperte Thomas Friese warnend zu bedenken.

Das Leben in einer Stadt ist der perfekte Ort, um internationale Freunde zu finden

Studentenleben: Allein in einer fremden Stadt - Herausforderungen
Morgan Woodward / Student & Blogger

Die Universität ist viel selbstbestimmter als die High School. Das heißt, wenn man sich seine Zeit gut einteilen kann. Ich habe zum Beispiel nur etwa acht Stunden Kontaktzeit an der Universität, was bedeutet, dass ich, sofern ich einen Teil davon lerne, den Rest selbstgestalte. Ich nutze einen Teil der Zeit, die ich sonst in der Schule gehabt hätte, um zu arbeiten. Ich glaube, sonst könnte ich mir die hohen Pariser Preise nicht leisten. Neun Stunden pro Woche habe ich einen Babysitterjob und zudem schreibe ich freiberuflich Artikel. Effizient Arbeiten ist die Lösung für alle wichtigen Aufgaben, diese Erfahrungen habe ich in meiner Zeit in England an der Rossall Boarding School von klein auf gelernt, dann bleibt Zeit, um gesund, glücklich, gebildet und kultiviert das Leben zu genießen. Überraschenderweise bleibt da noch viel Zeit übrig. Das ist die Zeit, die weniger geplant ist und mit sozialen Kontakten verbunden ist. Ich bin ein sozialer Schmetterling und ziehe es vor, die meiste Zeit unter Menschen zu sein.

V.i.S.d.P.:

Morgan Anne Woodward
Student & Blogger

Morgan Anne Woodward ist eine englische Studentin, die ihren Bachelor-Abschluss in Internationaler Politik an der University of London Institute in Paris macht. Sie strebt in Zukunft an als Kommunikatorin zu arbeiten, sei es im Journalismus oder für eine politische Gruppe. Ihre Interessen liegen in den Bereichen Gesundheit und Fitness, Reisen, Biologie und Politik.

Kontakt:

Thomas Friese
Unter den Eichen 108a
12203 Berlin
Tel.: +49 172 3801981
Email: frieseberlin@aol.com

Über Thomas Friese:

Der Immobilienexperte und Projektentwickler Thomas Friese, Berlin/ Oldenburg (Niedersachsen) ist einer Ausbildung im steuerlichen Bereich seit Mitte der siebziger Jahre im Bereich Immobilienentwicklung und Vermarktung tätig.

PRESSEKONTAKT

Projektentwickler & Immobilienexperte
Thomas Friese
Unter den Eichen 108a
12203 Berlin
Website: https://www.bauen-solide.de
E-Mail : frieseberlin@aol.com
Telefon: +49 172 3801981

Englische Zusammenfassung:

Student Life

In a flurry of masks, covid announcements, and lockdown, I decided to study in Paris. I was terrified that if I stayed in the UK for university, I would never leave. So, I changed my degree idea from Biology to International Politics and changed my future home from Durham to Paris.

It was the best decision I have ever made.

So, for all the future travellers, students, or movers to Paris- here are some things I found during my time here.

The apartment search

Apartment searching is much more fun when you pretend to buy apartments with an unlimited supply of imaginary money. Instead, especially as a student, you have to sift through all the mouldy boxes without windows or ovens before finding something somewhat liveable for your budget.

However, there are many ways to find apartments in Paris. Here are some of the ways I have managed thus far:

Roommates: During the first 6 months, I was in a flatshare in a basement room with no windows. My three roommates were from my university, but we hadn’t met before coming to Paris. Despite the mould and lack of ventilation, we were lucky to live merely 30 seconds walk from Notre Dame and paid 500 EU a month!

Couch surfing: Then, in a strange turn of events, I stopped going home. I started couch surfing in my friends‘ apartments. Out of pure kindness and also out of convenience, I unofficially moved into different friends’ apartments for the last couple of months.

Room renting: My next move will be at the end of this month where I will be renting a room from a lawyer in a luxurious apartment in the centre of Paris. I heard about the place through good old fashioned word of mouth.

While these are unconventional living methods, it shows that apartments and living spaces are everywhere if you go out and look for them.

Studentenleben: Allein in einer fremden Stadt - Herausforderungen
Visiting the musee de l’orangerie / Morgan Woodward

The University experience

During the Summer I went to visit both Bristol University and Lancaster University in England, to see my friends. There was a part of me that was nostalgic for the campus university experience. In Paris, my university includes only around 170 students. Only 40 in my year. In comparison to Bristol and Lancaster which both hold over 15 thousand, it is tiny. This means that at my university everyone knows each other, studies the same subjects, and are a community of English speakers.

As a result, of the small class sizes and lack of variation in interests, most of the friends I have made are from outside of my university. We go to museums, cinemas, bars, restaurants together in Paris- it is an amazing opportunity for us. When living in university halls, with all the other students, this is much harder to find.

Small university = less variation of people.

Living in a city is the perfect place to make international friends.

So much free time

Studentenleben: Allein in einer fremden Stadt - Herausforderungen
Writing an article at a café in Paris / Morgan Woodward

University is much more self-taught than high school is. This means that if you plan out your time efficiently, you have a lot of time for yourself. For example, I only have around 8 hours of contact time in university, which means that provided I study for some of it, I can have the rest for myself. I use a chunk of the time I would have otherwise had at school to work. Otherwise, I don’t think I could afford the high Parisian prices! I do babysit for 9 hours a week and also free-lance write articles.

Surprisingly, there is still a lot of time leftover. This is the time that is less planned and associated with socialising. I am a social butterfly and prefer to be with people most of the time.

If you can, work! You can then save money and also build experience for future jobs.

Remember to have fun: I think people often forget that they live once. You do, and there is little point in wasting your youth by not having fun.

Work efficiently: If you plan it right and work on the most important things, there is time to be healthy, happy, educated, and cultured.

V.i.S.d.P.:
Morgan Anne Woodward
Student / Blogger

Contact:

Thomas Friese
Unter den Eichen 108a
12203 Berlin
Tel .: +49 172 3801981
Email: frieseberlin@aol.com

About Thomas Friese:

The real estate expert and project developer Thomas Friese, Berlin / Oldenburg (Lower Saxony) has been training in the tax area since the mid-1970s in the area of ​​real estate development and marketing.

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