Umweltverträgliche Landnutzung: Mustergut zur Selbsthilfe

15. März 2022

Umweltverträgliche Landnutzung: Mustergut zur Selbsthilfe

Agrar Investitionen in Afrika – Das fast unerschöpfliche Potenzial und die ungenutzten Möglichkeiten in der Landwirtschaft Nigerias. Diskussionsbeitrag von Thomas Wegener zum sozialen Engagement mit dem Landwirtschaftsprojekt GrowExpress Ltd. in Ibadan, Nigeria.

Momentan werden die Exporte Nigerias noch von Kohlenwasserstoffen bestimmt, doch der Agrarsektor spiegelt ungefähr 65 Prozent der Arbeitsplätze wieder. Eine Dynamik die sich auch in Oyo zeigt. Hier leistet die Landwirtschaft derzeit den Hauptbeitrag zur Wirtschaft. Sie macht 40 Prozent des Bruttosozialprodukts aus und beschäftigt direkt oder indirekt bis zu 70 Prozent. Der Bundesstaat Oyo ist im Länderranking auf Platz 12 bei der Pflanzen- und auf Platz 15 bei der Tierproduktion. Der Agrarsektor ist daher eine der Top Prioritäten bei der Transformation und den Wirtschafts Entwicklungsprogrammen von Oyo. Der Sektor bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, von der Fischerei über „Cash Crops“ bis zur Verarbeitung dieser. Die Realisierung seines Potenzials erfordert jedoch Investitionen zur Umstrukturierung und Modernisierung der Branche.

Die landwirtschaftlichen Vermögenswerte

Der Staat Oyo verfügt über geschätzte 27.000 Quadratkilometer landwirtschaftliche Fläche und sehr günstiges Klima für die äquatoriale Pflanzenproduktion. Es gibt bereits eine breite Palette von Baum- und Ackerkulturen, darunter Kakao (45Tsd Tonnen), Ölpalme (75Tsd Tonnen), Maniok (3.5 Mill Tonnen), Yam (3 Mill Tonnen), Mais (0.5 Mill Tonnen) und unter anderem Reis (300 Tonnen). Obstkulturen wie Orangen (0.4 Mill Tonnen), Bananen (61Tsd Tonnen) und Tomaten (6Tsd Tonnen) sind ebenso angebaut. Administrativ ist der Bundesstaat in vier landwirtschaftlichen Zonen unterteilt: Ibadan Ibarapa, Oyo, Saki und Ogbomoso. Saki im äußersten Westen des Staates ist Oyos Kornkammer und ein Exporteur von Baumwolle, Reis, Teak und Tabak.

Produktivität

Die landwirtschaftliche Produktion liegt vor einer Reihe zentraler Herausforderungen. So liegt Maniok weit unter dem vollen Potenzial. Die Landwirtschaft als Lebensunterhalt führt zu einer stark fragmentierten Produktionsbasis, die schwer zu kontrollieren und zu verwalten ist. Die 1.6 ha Betriebsgröße ist eine weitere Einschränkung, die sich erheblich auf die Produktivität auswirkt. Es fehlt an technischer Effizienz, welche es den Landwirten erlauben würde die Produktion durch landwirtschaftliche Maschinen zu maximieren.

Hier setzt beispielsweise GrowExpress an, dass durch Unterstützungs- und Schulungsangebote, die Bereitstellung moderner Ressourcen und Technologien klare Anwendungen und Ertragssteigerungen zur Folge haben.

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Bildung / GrowExpress Ltd.

Bildung, Bildung, Bildung – bringt Wissen und Produktivität

Bildung wird genutzt, um eine grundlegende positive Veränderung der landwirtschaftlichen Produktivität in Oyo zu bewirken. Denn auch in Nigeria altern die Landwirte mit momentanem Durchschnittsalter von 50 Jahren, was einen Rückgang der Produktivität aufgrund unzureichender Arbeitskapazität für eine groß angelegte und intensive Produktion bedeutet.

Die Schlüssel liegt in der gemeinsamen Verantwortungsübernahme mit Aus- und Weiterbildungsangeboten. Dies hat GrowExpress erkannt und arbeitet mit der Landesregierung des Bundesstaates Oyo zusammen, um die landwirtschaftliche Bildung als Aktionen in Schulen und Universitäten umzusetzen. Vor Ort vermelden die Verantwortlichen gute Erfolge durch die Angebote sicherer Arbeitsplätze in der modernen Landwirtschaft, welche wiederum die Landflucht abwenden. Die meisten wollen ihre gewohnte Umgebung und Familien nicht verlassen und stützen nunmehr nicht nur die dörflichen Strukturen, sondern auch die sichere Grundversorgung des Landes, dies verdeutlicht das soziale Engagement für das landwirtschaftliche Mustergut-Projekt.

Eine weitere bedeutende Herausforderung für die Produktivität sind die Nachernteverluste welche zwischen 30-40 Prozent der Gesamtproduktion liegt. Um dem abzuhelfen, hat die Bundesregierung eine Reihe von Bauprojekten in Angriff genommen, unter anderem Erweiterung der Lagermöglichkeiten. Neben den Lagern hat die Landesregierung drei 10.000-Tonnen-Silos vorangebracht. Angesichts landwirtschaftlicher Produktionssteigerung besteht jedoch ein großer Bedarf an mehr Speicherkapazität. Dies bietet erhebliche Chancen für private Investoren, welche mit diesen Impact Investments nicht nur die Agrarwirtschaft unterstützen, sondern sehr wirtschaftlich arbeiten und das damit verdiente Geld kontinuierlich in weitere Agrar Projekte investieren, denn die Regierung hat das klare Ziel, die Möglichkeiten der lokalen Pflanzenverarbeitung vollständig auszuschöpfen.

Wachstum simulieren

Von der Regierung geführte Projekte sind für die Weiterentwicklung des Agrarsektors von entscheidender Bedeutung, und die staatlichen Agrar Entwicklungsprogramme von Oyo wie OYSADEP und GES haben die Herausforderungen, welche das Wachstum gebremst haben, erfolgreich angegangen. Das ultimative Ziel ist es, die Landwirtschaft zu einem der wichtigsten Wachstumsmotoren für die Wirtschaft des Bundesstaates Oyo zu machen und kurzfristig unter die fünf größten landwirtschaftlich produzierenden Bundesstaaten des Landes zu bringen.

Hauptziel ist dabei die Umgestaltung der Produktion und die klare Entwicklung der Wertschöpfungskette von Maniok, Mais, Sojabohnen und anderen lokal sehr gut wachsenden Agrarkulturen.

GrowExpress führt diese Programme erfolgreich weiter und unterstützt die lokalen Landwirte mit wichtigen landwirtschaftlichen Produktionsmitteln, als auch mit Saatgut, Setzlingen und Dünger sowie Weiter- und Ausbildungsangeboten.

Maniok Transformation

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Maniok / GrowExpress Ltd.

Im Rahmen der Programme ist Maniok von einer subventionierten Pflanze zur landwirtschaftlichen „CashCow“ geworden, einer der am aktivsten vermarkteten Nahrungspflanzen mit vielversprechendem Wachstums- und besten Marktchancen.

Die Verarbeitung von Maniokknollen zu hochwertigen Maniokmehl ist ein vorrangiges Ziel, mit der importierte Stärke, Mehl und Süßstoffe nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr notwendig sind. Maniok wird in Oyo bereits in guten Mengen angebaut. Der nächste Schritt ist die kommerzielle Produktion zu verbessern und eine Verlagerung hin zu einer Produktion mit höheren Wertschöpfungen.

GrowExpress Limited, verfügt über eine Anbaufläche von 800 ha, welche jährlich erweitert werden sollen. Die Produktion wird durch ein “Outgrower” Programm von bis zu 550 Bauern mit einer Anbaufläche von 2000 ha unterstützt. Es wird erwartet, dass sich auch diese in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Tropen Institut (IITA) in Ibadan auf bis zu mehrere Tausend Bauern und Landfläche erweitert. Die Anbauer erbringen durchschnittlich 30 Tonnen pro Hektar mit den neuesten Züchtungen, wenn sie die erste Bewirtschaftung der Böden ohne Dünger kultivierten. Ohne Fruchtfolge würde die Produktivität sich erfahrungsgemäß auf 15 Tonnen pro Hektar reduzieren.

Zusammenarbeit ist der Schlüssel

Auch andere internationale Firmen wie zum Beispiel British American Tobacco Nigeria (BATN) verwaltet derzeit ein umfangreiches Netzwerk von Vertragsbauern, die ihre große Fabrik in Ibadan mit Tabak beliefern. BATN beaufsichtigt 850 Vertragslandwirte mit einer Gesamtfläche von 1900 ha. Das multinationale Unternehmen bietet seinen Landwirten wichtige Unterstützung, die zinslose Kredite, Ausgangsmaterialien wie Dünger und Saatgut sowie einen garantierten Markt mit jährlich vereinbarten Preisen erhalten. Die jährliche Gesamtproduktion liegt im Durchschnitt bei 3000 Tonnen. GrowExpress arbeitet auch mit einigen der gleichen Erzeuger zusammen. Das ermöglicht eine erfolgreiche Fruchtfolge und trägt dazu bei, die Landbevölkerung in die moderne, kommerzielle und damit zukunftsorientierte Landwirtschaft zu bringen.

Skalierung ist die Zukunft

Das staatliche Landwirtschaftsministerium von Oyo wird auch weiterhin GrowExpress Expansionen unterstützen und nicht genutztes Land für die lokal angepasste großflächige Bewirtschaftung zur Verfügung stellen, um die Herstellung und Verarbeitung von Grundnahrungsmitteln wie Mais, Maniok und Soja in international vergleichbaren Skalierungen zu sichern. Im Gegenzug schafft GrowExpress langfristig sicher Arbeitsplätze, stabile Grundversorgung, Lebensmittelsicherheit, baut Infrastruktur auf und erreicht eine klare Verminderung der Landflucht von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Ziel ist es, damit einen wichtigen Beitrag um den Anschluss an die moderne internationale Landwirtschaft zu schaffen und somit auch zur friedlichen Koexistenz und dem ausgeglichenen Zusammenleben im vielvölkerstaat Nigeria.

V.i.S.d.P.:

Thomas Wegener
Autor & Blogger

Kontakt:

GrowExpress Limited
Kingsley Ekwueme
Managing Director – GrowExpress Ltd.
Cocoa House, Dugbe
200263 Ibadan
Nigeria

Tel.:+234 7031135981
Mail: AtYourService@growexpress.biz
Web: https://growexpress.org

Firmenbeschreibung:

Das GrowExpress Ltd. Büro befindet sich in Nigeria, Cocoa House, Dugbe, 200263 Ibadan. Das 1965 auf einer Höhe von 105 Metern fertiggestellte Cocoa House, war einst das höchste Gebäude in Nigeria und der erste Wolkenkratzer in Westafrika. Es befindet sich in Dugbe, einem der wichtigsten Gewerbegebiete in Ibadan, Bundesstaat Oyo, Nigeria. Das Unternehmen Grow Express Ltd. bewirtschaftet ein Gut von 800 Hektar ungefähr 200 km nördlich der Millionenstadt Lagos in Nigeria. Weitere Informationen unter: https://growexpress.org

Pressekontakt:

GrowExpress Limited
Kingsley Ekwueme
Managing Director – GrowExpress Ltd.
Cocoa House, Dugbe
200263 Ibadan
Nigeria

Tel.:+234 7031135981
Mail: AtYourService@growexpress.biz
Web: https://growexpress.org

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